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Neurodermitis und Familienplanung

Die Veranlagung, Neurodermitis zu entwickeln, wird – wie bereits mehrfach erläutert – vererbt. Verständlicherweise beschäftigt dieses Thema viele Paare mit Kinderwunsch, die selbst an Neurodermitis leiden. Ihre Frage lautet: Was können wir tun, um das Erkrankungsrisiko unseres Kindes zu senken?

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Neurodermitis und Allergien vorbeugen

Muttermilch bietet optimalen Schutz vor Krankheiten und Allergien. Daher sollten Sie wenn möglich Ihr Kind in den ersten vier bis sechs Monaten ausschließlich stillen. Dies gilt insbesondere für Kinder mit genetischer Vorbelastung für atopische Erkrankungen.

Tatsächlich gibt es vorbeugende Maßnahmen. Ein Großteil davon wird nicht nur für Kinder mit familiärer Vorbelastung, sondern auch für alle anderen empfohlen. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Ernährung der werdenden Mutter und des Neugeborenen, da hierüber ein Grundstein für die gesunde Entwicklung des Kindes gelegt wird.

Empfehlungen an werdende Eltern zur Vorbeugung von Neurodermitis und Allergien bei ihren Kindern
  • Ernähren Sie sich ausgewogen und vollwertig. Diese Empfehlung gilt uneingeschränkt auch während der Schwangerschaft und Stillzeit.
  • Weg mit Zigaretten während der Schwangerschaft und Stillzeit! Zigarettenrauch schadet nachweislich dem Kind und erhöht sein Risiko, allergische Erkrankungen zu entwickeln.
  • Ihr Kind sollte möglichst in einem schadstoffarmen Umfeld aufwachsen können. Luftschadstoffe können z. B. durch neue Möbel und Farben freigesetzt werden. Renovieren Sie also das Kinderzimmer nicht erst kurz vor der Geburt.
  • Ist Ihr Baby auf der Welt, ist Stillen das Allerbeste, was Sie für seine gesunde Entwicklung tun können. Gestillte Kinder haben nachweislich ein geringeres Risiko, eine allergische Erkrankung zu entwickeln.
  • Ist ausschließliches Stillen nicht möglich, sollten Kinder mit familiärer Vorbelastung für atopische Erkrankungen eine geprüfte hyperallergene Säuglingsanfangsnahrung (HA-Nahrung) bekommen. Fragen Sie dazu am besten Ihre Hebamme, die Kinderärztin oder den Kinderarzt.
  • Frühestens ab dem 5. und spätestens ab dem 7. Lebensmonat sollten Sie damit beginnen, Beikost einzuführen. Die Ernährung Ihres Kindes sollte möglichst vielfältig sein – denn es gibt Hinweise, dass eine solch vielfältige Ernährung im ersten Lebensjahr einen schützenden Einfluss auf die Entwicklung atopischer Erkrankungen hat.